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03.09.2008 16:04 - Langwierige gemeinsame Ermittlungen führten zum Erfolg

Gestern Abend nahmen Beamte des Regionalkommissariats Wipperfürth einen 44-Jährigen fest, der im dringenden Verdacht steht, in Hückeswagen und Radevormwald zumindest acht Briefe und das sich darin befundene Bargeld unterschlagen zu haben.


Er leugnete in den Vernehmungen die Taten beharrlich. Schließlich räumte er aufgrund der erdrückenden Beweislast die Unterschlagungen ein. Im April und Mai dieses Jahres stellte sich nach und nach heraus, dass mehrere Briefsendungen ihre Adressaten nicht erreichten. Es handelte sich dabei vornehmlich um Glückwünsche, die anlässlich der Konfirmation versandt wurden. In vielen Fällen war Bargeld als Geschenk beigefügt. Das Regionalkommissariat Wipperfürth nahm in enger Zusammenarbeit mit der Konzernsicherheit der Deutschen Post AG die notwendigen Ermittlungen auf. Nach ersten Untersuchungen verschwanden die Sendungen offenbar nach der Leerung der Briefkästen in Hückeswagen und Radevormwald bis zum Umschlagplatz in Halver. Damit beauftragt ist seit geraumer Zeit ein auswärtiger Subunternehmer. Taktische Ermittlungen führten zu dem Ergebnis, dass die besagte Tour von einem wegen Betrugsdelikten vorbestraften 44-jährigen Mann aus Wuppertal, dessen Bewährungszeit erst im Juni abgelaufen war, gefahren wurde. Verdeckte Aufklärungen erhärteten den Verdacht gegen den 44-Jährigen soweit, dass der Zugriff gestern erfolgen konnte. Im Rahmen der bereits Stunden zuvor angesetzten Observation und der späteren Überprüfung in Halver wurde festgestellt, dass der 44-Jährige auch an diesem Tag während seiner Auftragserfüllung Briefe aussortierte. Dabei handelte es sich überwiegend um farbige Umschläge, die als Gruß und Geschenksendungen erkennbar waren. Die Vernehmung des Mannes erwies sich als äußerst schwierig. Er stritt die ihm vorgeworfenen Straftaten zunächst vehement ab. Er muss nun mit einem Ermittlungsverfahren rechnen. Im Handschuhfach des Fahrzeuges fanden die Beamten ein dickes Bündel alter Geldscheine aus den Jahren 1908 – 1942. Die Noten sind bislang keiner Straftat zuzuordnen. Die Polizei fragt: „Wer vermisst solche Scheine ?“ Die Polizei weist darauf hin kein Geld oder Gutscheine mit Briefsendungen zu verschicken! Umschläge und Daten lassen häufig Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Hinweise bitte an das Regionalkommissariat Wipperfürth, Tel.: 022618199-0.

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